
Auf dem Boden kann man es sich nicht leisten, dass die Bräunungsvorgänge ins Stocken geraten. Wenn eine Lampe außerhalb des erforderlichen Spektrums arbeitet oder während des Betriebs ausfällt, wird die Leistung beeinträchtigt – und das untergräbt das Vertrauen in die gesamte Anlage. Deshalb unterziehen wir jede UV-Lampe vor dem Versand einer vollständigen zwei Stunden dauernden Belastungsprüfung bei voller Leistung. Das ist keine Formalität – es handelt sich dabei um eine 100-prozentige Qualitätskontrolle, die mögliche Fehler schon frühzeitig aufdeckt, bevor sie zu Problemen führen.
Was technisch wichtig ist
Bei der Bräunung spielen das Spektrum der abgegebenen Strahlung sowie ihre Stabilität eine entscheidende Rolle. Wir nutzen dazu einen hochreinen Quarzkern sowie eine speziell abgestimmte Quecksilberdampfkennzeichnung, um einen stabilen Peak bei etwa 365 Nanometern zu erreichen. Gleichzeitig wird die Strahlungsintensität im Bereich von 385–405 Nanometern kontrolliert. Die Leistungsdichte wird so eingestellt, dass sie mit dem erforderlichen Strahlungsprofil übereinstimmt. Der Reflektor verfügt außerdem über eine dichroitische Beschichtung, die den Strahl lenkt – dadurch bleibt nur die nutzbare UV-Strahlung im Arbeitsbereich, während unnötiges Infrarot ausgeschlossen wird.
Während der Belastungsprüfung erfassen wir die Aufwärmzeit, die Schwankungen der Strahlungsintensität, die Temperatur der Elektroden sowie das Verhalten der Lampe am Ende ihrer Lebensdauer. Ziel ist es, einen konstanten Photonenfluss zu gewährleisten, damit die Lampe vom ersten Tag an genauso gut funktioniert wie nach 1.000 Tagen.
Warum das in der Praxis wichtig ist
Die Bräunung hängt von wiederholbaren Bestrahlungsvorgängen ab. Wenn die Strahlungsintensität der Lampe schwankt, führt das zu ungleichmäßiger Bräunung, fehlenden Behandlungen und somit zu Mehrarbeit. Unsere zweistündige Belastungsprüfung erkennt schwache Elektroden, Mikrolecks sowie geometrische Probleme, die sonst zu plötzlichem Abfall der Leistung oder zu frühen Ausfällen führen würden.
In der Praxis bedeutet das eine vorhersehbare Inbetriebnahme, größere Wiederholgenauigkeit der Bestrahlung sowie weniger unplanmäßige Austauschvorgänge der Lampen. Dadurch erhöht sich die Erfolgsquote bei der ersten Behandlung und es gibt weniger Ausschuss aufgrund von Unregelmäßigkeiten in der Bestrahlung.
Was man bei der Installation und im Betrieb beachten muss
Diese Lampen benötigen passende Steckdosen sowie eine ordnungsgemäße Kühlung, um ihre Leistung beizubehalten und ihre Lebensdauer zu verlängern. Halten Sie die Betriebsspannung innerhalb der vorgegebenen Grenzen – außerdem darf die Ausrichtung des Reflektors nicht vernachlässigt werden. Eine falsche Ausrichtung führt schneller zu einem Abfall der Strahlungsintensität als andere Fehler. Planen Sie außerdem ausreichenden thermischen Abstand ein und überprüfen Sie bei der Installation die Orientierung der Anschlüsse.
Wir empfehlen außerdem regelmäßige Überprüfungen mit einem Radiometer. Auch eine gut gealterte Lampe muss überprüft werden, ob sie weiterhin die erforderliche Energiedichte liefert.